Sattel-Kontrolle und Material







Sattelberatung / Materialkontrolle

Jeder Reiter muss sich früher oder später mit dem Thema Sattel auseinander setzten. Hierbei gibt es zwei entscheidende Faktoren. Das Pferd und den Reiter. Beide sind anatomisch nicht veränderbar, also muss der Sattel entsprechend auf beide angepasst sein.
Die Folgen eines nicht passenden Sattels können dramatisch sein:


Atrophierter Wierderrist und Rücken mit Eitriger Entzündung auf dem Schulterknorpel

Diese können von leichten Wiedersetzlichkeiten, Atrophien (Muskelschwund), Hypertrophien (unnatürliche Muskelvergrößerung), bis hin zu Leistungsunfähigkeit und in Einzelfällen sogar zu dauerhafter Unreitbarkeit führen.
Besonders erschreckend ist, dass das Wissen vermeindlicher Fachleute, wie Sattler, Ausbilder, Reitlehrer, Züchter, Tierärzte etc. leider viel zu oft zu wünschen übrig lässt. Warum das so ist kann ich nicht verstehen, denn Material ist logisch! Liegt ein Sattel ohne Gurt, Decke und Reiter nicht flächig sondern punktuell auf, wird das Angurten oder Reitergewicht den Sattel punktuell stärker auf den Pferderücken drücken. Dies führt zwangsläufig zu Druckstellen im Gewebe, was früher oder später zu Atrophien führt.
Ist ein Gebiss so verschnallt, dass es gegen die Hengstzähne oder die Backenzähne stößt wenn das Pferd kaut, ist es logisch, dass das Tier ungern Maultätigkeit zeigt oder vielleicht sogar mit dem Kopf schlägt.

Liegt das Reithalfter auf der Blähzohne der Nüstern ist es logische, dass das Pferd weniger Luft atmen kann als eigentlich möglich und entsprechend nicht maximal leistungsfähig ist.

Liegt der Sattel bis in die Lendenwirbelsäule auf, ist es logisch, dass das Pferd sich im Lendenbereich weniger gut bewegen kann und sich speziell wenn der Lendenbereich in einer Kurve oder bei versammelnder Arbeit belastet wird, unwillig zeigt.
usw.

Als Reiter sollte man ständig alles was einem gesagt wird, was man liest und was man selber tut logisch hinterfragen. Oft bekommt man dann  Antworten auf seine Fragen.

Erfahrungsgemäß gibt es keinen Sattel, der grundsätzlich auf jedes Pferd passt. Dennoch überzeugt ein Modell immer wieder speziell bei problematischen Pferden. Der von Passier in Zusammenarbeit mit
Antje Bandholz entwickelte "Free Move Dynamic". 





Gebiss und Trense

Auch das Gebiss und die Trense müssen für jedes Pferdemaul und den Kopf passend sein. Häufig liegen die Gebisse zu hoch oder zu tief im Maul, sodass es beim Kauen gegen die Zähne schlägt oder den Mundwinkel stört. 
Auch zu kurze Stirnriemen können Probleme machen, genau wie falsch liegenden Metallschnallen.
Die "zwei Falten im Mundwinkel" - Regel können Sie getrost vergessen. Auch ist von der pauschalen Anwendung von Reithalftern mit Sperriehmen und Hilfszügeln abzuraten. Es muss immer auf die Individualanatomie des Pferdes geachtet werden. Daher lehne ich den pauschalen Einsatz von Material für jedes Pferd grundsätzlich ab.
Dennoch ist der Einsatz von Hilfszügeln, Reithalftern und speziellen Gebissen für Pferde, denen damit reell geholfen ist, dringend anzuraten. Manches Mal benötigt ein Pferd Hilfsmaterial auch nur für eine gewisse Übergangszeit.

Gern unterstütze ich Sie dabei den passenden Sattel, die richtige Trense und das beste Gebiss für Sie und Ihr Pferd zu finden.


Mein erstes Pferd Picolo mit meiner Hündin Gina



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